Hier möchten wir Ihnen zeigen dass es sehr wohl noch Shelties und Collies gibt die Hüten:

 

 

 

 

Uns erreichten heute die ersten Fotos des tricolour Langhaarcollie "Jon-Paul" der seit kurzem jede Woche zusammen mit seiner Besitzer, Frau Waltraud Pletschen, am Hütetraining bei den "Grenzlandschafen" teil nimmt - und das mit großem Erfolg und absolutem Hüteinstinkt.

Ein weiterer Collie der noch viel Freude an seiner ursprünglichen Tätigkeit hat. Nebenbei besuchen die beiden aber auch den Hundetrainingsplatz und er ist in der Ausbildung für die Begleithundeprüfung.

 

Wir danken Waltraud dafür, dass sie uns die Fotos - auch wenn sie nur mit dem Handy gemacht wurden - für die "Collie- & Sheltiefriends" zur Verfügung gestellt hat und freuen uns auf noch mehr und vielleicht auch einmal ein kleiner Bericht.

 

 

Und hier noch ein weiterer Sheltie der hütet.

Wir sagen auch hier vielen Dank für die Fotos an Tanja Buchner und die Shelties "vom Schafhuegel" !

 

 

 

"Sam's" erste Hüteversuche !

von Tamara Petronich, Wien

 

"Sam" hat sich am Sonntag, dem 30.11.2008, das erste Mal an Schafen probieren dürfen. Und er war einfach fantastisch. Beim ersten Durchgang waren die Schafe in einem Pferch mit ca. 4 Meter Radius. "Sam" außerhalb und Synve (die Trainerin) und ich drinnen bei den 5 Schafen. "Sam" hat sofort angefangen außen am Zaun entlang zu laufen, aber nicht einfach stumpfsinnig wie manche Border, sondern er hat sich gleich den Balancepunkt der Schafe gesucht und selber den 12Uhr Punkt = genau gegenüber, eingenommen. Nach ungefähr einer Minute hat er sich schon auf Kommando links und rechts um die Schafe schicken lassen und für den 12 Uhr Punkt hat man ihn kein einziges Mal anhalten müssen. Beim zweiten Mal durfte er dann schon mit zu den Schafen. Zuerst war er ein bischen unsicher, aber als Synve und ich begannen die Schafe in den Popo zu "beißen", hat er sofort wieder die Schafe umrundet, gestellt und wenn sie sich ihm entgegengestellt haben, hat er sie angebellt. Beim dritten Mal waren wir dann bei der ganzen Herde (ca. 25 Schafe) und "Sam" hat auch hier sofort wieder versucht die Schafe zusammen zu halten und als 2 Schafe ausgebüchst sind ist er tatsächlich wie ein Pfeil hinter denen nach, hat sie gestellt, angebellt, die Schafe haben umgedreht und sind zurückgelaufen = "Sam" wieder glücklich :-)

 

Liebe Grüße Tamara, Sam und Lilly

"Sammy" noch ein Sheltie der Hütet !

Die Besitzerin, Brigitte Pollag, schreibt: Im Juni/Juli 2009 hat Sammy mit 7 1/2 Jahren einen Schafhütekurs besucht und dort gezeigt, dass der verloren geglaubte Hütetrieb, durchaus noch vorhanden war."

Aber Sammy kann noch mehr, sein Lieblingssport ist Agility. Er betreibt aber nicht nur das, sondern beherrscht auch einige Tricks wie Männchen machen, großes Männchen im Stand, tot umfallen, kriechen, "give five", "give ten", Slalom durch die Beine, Achter durch die Beine, Rückwärtsgehen, Trinken aus einem Strohhalm, Laut geben, spanischer Schritt, Drehen links, Drehen rechts, Apportieren von namentlich benannten Plüschis (wie der Border Collie Rico, der mal bei "Wetten dass" war) usw.

(Anm.: Fotos von Sammy beim Agility finden Sie auf der Seite Agility)

Ein Collie der hüten kann?

Von Karin Kock, Country-Roads Collies

Schon immer brannte in uns die Frage, wie viel Hüteinstinkt eigentlich noch in den Genen unserer Collies vorhanden ist. Ganz besonders in unserer Akeesha glaubten wir aufgrund verschiedener Verhaltensweisen in Bezug auf allerlei Getier das meiste Potenzial zu sehen. Über unsere Freundin Gudrun Wiemer erfuhren wir dann von einem Hüteseminar an Pfingsten 2006 in Lünen, welches von Kai Haus geleitet werden sollte. Nach kurzer Rücksprache, ob wir denn auch „nur mit einem Collie ohne Border davor“ teilnehmen dürften, meldeten wir uns mit großer Spannung an.

Es war eine nette Seminargruppe von 12 Teilnehmern die zum größten Teil aus Border Collies und 2 Australian Shepherds bestand. Am Anfang stellte sich jedes Team vor und berichtete in wie fern schon Hüteerfahrungen bestehen und was man sich von dem Seminar erhofft. Ich für meinen Teil erzählte wie bereits oben erwähnt, dass ich einfach gerne wissen wollte, wie viel Instinkt in Punkto Hütearbeit noch in unserer Akeesha steckt. Als positiven Nebeneffekt, erhoffte ich mir eine bessere Kontrolle im alltäglichen Leben an unseren ach so geliebten Freunden – dem Wild! 

Der Tag gestaltete sich für mich sehr aufregend – es war eine Freude den Border Collies in ihrem Element der Arbeit an den Schafen zu zusehen. Dann war es endlich soweit und Akeesha und ich waren an der Reihe. Etwas nervös ging ich mit ihr auf die Wiese. Als erstes mussten wir zusammen an der Leine um die durch ein Netz zusammengehaltenen Schafen herumgehen. Somit wollte der Seminarleiter feststellen, ob der Hund überhaupt irgendein Interesse an den sich bewegenden Schafen zeigt. Akeesha schaute immer wieder kurz zu den wolligen Vierbeinern – nun folgte die Anweisung: „Leine ab und weiter um das Netz gehen“. Was dann passierte, entlockte Herrn Kai Haus ein erstes: „Na schau sich einer das an, wenn Du Dich nun mal geschwind zu mir hier ins Netz schwingen würdest.“ Akeesha  umrundete völlig frei und rasend schnell die Schafherde immer mit ihrem Blick fest fixierend. Nun trieben wir die Schafe im Netz ein wenig durcheinander und schauten wie sie darauf reagierte. Sie wechselte die Seiten immer so, dass sie die Schafe wieder zusammenbekam. Sobald die Herde stehenblieb, blieb auch sie automatisch „auf zwölf Uhr“ (das ist der Punkt von dem aus die Schafe sich treiben lassen) stehen. Brachte man sie wieder in Bewegung, kam auch Akeesha ihrer Arbeit unermüdlich nach. Das ganze ging wohlbemerkt OHNE bellen vonstatten. Jetzt war unser Seminarleiter völlig aus dem „Häuschen“!  Aber auch ich war unglaublich stolz auf unser „kleines Hummelchen“ – ich werde niemals diesen Blick in ihren Augen vergessen er sagte einfach nur: „Yeah, That´s it, that´s all I ever want to do!“ Nun sollte ich versuchen sie ins Platz zu bringen, was im ersten Durchlauf nicht wirklich funktionieren wollte. Sie war zu sehr in ihrem Element auf die Schafe konzentriert, so dass sie das olle Frauchen, diese Spaßbremse, großzügig überhörte und sich auf IHRE WEISE um IHRE Schafe kümmerte. Dennoch schaffte ich es sie in diesem Durchlauf so 2-3 mal erfolgreich auf 12 Uhr abzulegen.

 Da es leider selten Collies gibt, die auch nur im Ansatz verstehen, was man mit einem Schaf anfängt und es  eigentlich ein allgemein bekannter Fakt ist, dass die Colliepopulation in Deutschland rein hütetechnisch nicht mehr wirklich viel zu bieten hat, war  Seminarleiter Kai Haus von Akeesha´s Verhalten gegenüber den Schafen sehr angetan. Hier ein kurzes Zitat aus seinem Kommentar:  „...Es ist mir in 13 Jahren noch nicht passiert, dass mir ein Collie untergekommen ist, der derart „keen“, also mit Affinität zum Vieh - der etwas mit den Schafen anfangen konnte. Der Hammer, schlichtweg der Hammer. Ich bin echt angenehm geplättet – bis hin zur völligen Euphorie. Aber das habe ich wirklich noch nicht erlebt und ich bin echt tief beeindruckt und bin auf´s angenehmste überrascht. Und man achte: Sie hat auch sofort Balance gefühlt, 12 Uhr gefunden, sie hat angehalten – sie hat sich nicht hingelegt – Meine Güte man kann ja auch nicht alles erwarten! Aber das war fast schon ein bisschen „borderlike“. Also da bin ich jetzt echt, wirklich hinten übergeschlagen vor lauter Begeisterung. Wenn Du dazu jetzt noch den passenden Rüden finden würdest, dann könntest du tatsächlich der Colliepopulation in punkto Hüteinstinkt einen Gefallen tun. Wirklich schön! Und heute Mittag werden wird das Ganze noch mit ein Bisschen „wir legen uns hin“ würzen.....“

 Gesagt getan – im 2. Durchlauf wurde es dann viel besser mit dem Ablegen. Ich sagte „Ey – Platz!“ und „patsch“ sie fiel ins Platz immer die Schafe im Blick haltend. Nicht nur, dass sie sich aus dieser „Erregungssituation“ erfolgreich ablegen ließ – nein – sie BLIEB auch liegen bis man sie wieder mit einem „Schhhhhhhhhhhh“ um die Schafe schickte. Endlich sah sie einen Sinn im „Liegen bleiben“ – da waren ja die Schafe die man kontrollieren musste. Wir ahnten zwar im Stillen, dass Agility (was wir auch nach wie vor mit großer Freude betreiben werden) und der gelegentliche Laufstegbesuch unserer Akeesha nicht reicht, sondern noch mehr Potenzial in ihr steckt. Aber mit diesem Ergebnis hätten wir in unseren kühnsten Träumen nicht gerechnet. Nach diesem Seminar war uns klar, dass wir alles daran setzen werden sie in dieser Begabung weiter zu fördern um ihr das, was sie liebt zu geben und nicht zuletzt um zu sehen, wie weit wir sie bei der Arbeit am Vieh bringen können.  Man kann auch sagen: Der Hütevirus hat auch uns unheilbar infiziert! Als Folge davon wurde das nächste Seminar bei Kai Haus im Oktober 2006 gebucht.

In der Zwischenzeit übten wir zusammen mit unserer bereits erwähnten Freundin Gudrun Wiemer und ihrer Border Colliehündin „Joy“ an deren Ziegenherde weiter. Dieses gestaltete sich als nicht ganz so einfach. Ziegen sind viel schwerer in Bewegung zu setzen als Schafe. Dazu üben sie hohen  „psychischen“ Druck auf die Hunde aus. Ein Schaf „denkt“: „Hilfe, ES will mich fressen – ich hau ganz schnell ab!“ Und das schon, wenn der Hund noch meterweit entfernt ist. Eine Ziege dagegen ist mutiger und gelassener – so nach dem Motto: „Komm her – was willst Du?!? Ne Runde auf die Hörner genommen werden?“ Das macht sich dann so bemerkbar, dass die Hunde teilweise schon sehr dicht ran gehen müssen, bevor sie sich überhaupt in Bewegung setzen. Als Akeesha dann zum ersten Mal die Ziegen im Netz sah, rannte sie pflichtbewusst und mit höchstem Spaß um diese herum. Nach ca. einer halben Runde tauchte ein großes Fragezeichen über ihrem Kopf auf – denn die Ziegen bewegten sich ja gar nicht. Ihre Reaktion darauf war das automatische Ablegen auf 12 Uhr und fixieren der ganzen 5-köpfigen Herde. Schnell verzichteten wir auf das Netz und trainierten an der frei auf der Wiese laufenden Herde. Da Ziegen ja wie oben beschrieben ziemlichen Druck auf den Hütehund ausüben, ging das ganze nicht so leise ab wie an den Schafen. Akeesha versuchte durch Bellen ihre Stärke gegenüber den Ziegen zu beweisen. Wir übten das herumschicken – wobei sich schnell herausstellte, dass sie eine Lieblingsseite hat und sie recht wenig Abstand zur Herde hält. Mehr als einmal trennte sie den „schlimmsten Finger“ von der Herde. Es war nicht immer einfach, sie aus der Erregungssituation ins „Lay Down“ zu bringen. Sie musste erst noch lernen, dass das nicht ihre Ziegen sind – sondern die des „Schäfers“. Aber mit der Übung wurde auch das besser und wir fingen an das Nachtreiben zu üben. Dazu gibt es noch anzumerken, dass sie während der Arbeit an den Ziegen nicht bemerkte, dass uns ein paar vorwitzige Häschen auf der Wiese Gesellschaft leisteten... Zwei Tage vor dem Oktoberseminar klappte es dann schon recht gut: Ziegen nachtreiben – „Lay Down“– und „Work on“ zum weitertreiben. Wobei es sich in den Anfängen schwierig gestaltete ihr zu vermitteln, dass man nicht in Höchstgeschwindigkeit in die Herde preschen darf, sondern das Ganze langsam angehen muss.

 Wie das im Leben so ist, kommt nach der ersten Euphorie auch oftmals ein „Dämpfer“ – der nächste Seminartag war da und wir waren sehr gespannt wie sie sich zeigen würde, nachdem es fast 4 Monate her war dass sie das letzte Mal an Schafen gearbeitet hatte. Ob sie das Training an den Ziegen auf die Schafe übertragen würde? Noch sehr angetan von Akeesha´s Verhalten an den Schafen am Pfingsseminar, holte uns Kai  Haus auf die Wiese auf der die Schafe diesmal nicht im Netz waren. Akeesha fixierte sofort die Schafe und war sehr angespannt und aufgeregt: „Ja, ja – diese wolligen Dinger – die machen Spaß....!!!“ Also es ging los: Schhhhhhhh um die Schafe schicken – Akeesha war außer Rand und Band. „Lay Down? Neee, kenn ich nicht – mach ich nicht – nee- keine Zeit! Ich muß rennen, die Herde zusammenhalten!“ So scheuchte sie unbeeindruckt von meinen Kommandos die Schafe über die Wiese. Wir versuchten das Nachtreiben zu üben. Also Akeesha ins „Lay Down” gelegt. Auf Anweisung von Kai ganz leise “Work on” geflüstert... Peng....raste sie wie von der Tarantel gestochen los – die Schafe stoben in alle Himmelsrichtungen auseinander – die sie allerdings in einem herrlich großem Bogen wieder zusammentrieb...nur halt alles nach IHREN Spielregeln. In Akeesha´s Augen sicherlich zu allem Überfluss versuchte der Seminarleiter mit Hilfe einer zischenden Peitsche (die den Hund NIEMALS trifft)  etwas weiter weg von den Schafen zu bekommen. Mit dem Ergebnis, dass sie völlig Entrüstet stehen blieb und diesen unglaublichen Spielverderber erst mal ordentlich anbellte. Es beeindruckte sie nicht wirklich und sie wollte den Spaß nach IHREN Regeln weiterführen. Aber der „nette ältere Herr“ (das war die Aufschrift auf dem T-Shirt von Kai Haus) entpuppte sich als „alter Griesgram“ und lies das Verhalten Akeesha nicht durchgehen. Daraufhin drehte sie sich um und ging wahrscheinlich die Mittelpfote zeigend schwanzwedelnd zum Publikum. Frei nach dem Motto – wenn nicht so wie ich will – dann halt nicht. Auf Zuruf kam sie sofort zurück und war wieder ganz bei den Schafen. Wir beendeten die Lektion einigermaßen erfolgreich, indem wir sie noch einmal um die Schafe schickten und ins „Lay Down“ brachten. Kai sagte, dass wir das ja wohl besser von ihr kennen würden. Er meinte, dass dies eine Auswirkung von der Arbeit an den Ziegen sein könnte. Die forsche Technik die sie sich dabei angewöhnt hatte – bringt bei den Schafen natürlich nicht die gewohnten Erfolge..  

Am Nachmittag arbeiteten wir dann wie am ersten Seminar zuerst wieder am Netz. Alles war wie es sein sollte: Um die Schafe herum, auf 12 Uhr ins „Lay Down“ geflogen – die Kommunikation war wieder da! Nun ließen wir die Herde wieder ins Freie  und siehe da – es funktionierte besser. Um die Schafe herum – „Lay Down“ auf 12 Uhr ...jedoch tat sie sich mit dem langsamen „Work on“ noch etwas schwer. Aber es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen und alle Seminarteilnehmer sprachen mir Mut zu, da sie mit ihren Border Collies teilweise genau durch die selbe Schule gegangen waren.

Ein paar Wochen nach dem Seminar – es war Anfang November, trafen wir uns wieder zum Hüten in  Lünen. Diesmal leitete Karin Ahnemann, die Besitzerin der Schafe, das Training. Wir begonnen ganz ruhig wieder mit den Schafen im Netz. Alles lief perfekt. Also trieben wir die Schafe aus dem Netz. Dazu ging ich mit Akeesha hinter das Netz und stieg zusammen mit ihr drüber. Dann schickte ich sie mit „Work on“ los um die Schafe aus dem Netz zu treiben. Nach 3 Anläufen hatte sie dann die ganze Herde komplett vor das Netz gebracht. Dabei hat sie die einzelnen Schafe die sich von denen aus dem Netz entfernten immer zu denen getrieben, die bereits draußen standen. Sie ließ sich viel besser kontrollieren und reagierte fast jedes Mal prompt auf das Kommando „Lay down“. Stoben die Schafe zu sehr auseinander, brachte sie diese immer wieder zusammen. Dabei kamen die wolligen Gesellen ganz schön aus der Puste. Im zweiten Durchlauf versuchten wir dadurch, dass wir die Schafe und Akeesha ins Netz holten, noch mehr Kontrolle in die ganze Angelegenheit zu bekommen. Dabei hatten wir die Rechnung allerdings ohne Schafsbock „Heino“ gemacht. Er war durch den Trainingstag schon sehr angenervt und wollte sich nicht mehr umherscheuchen lassen. Als Akeesha  nun auf Kommando um die Schafe herumlaufen wollte, zeigte er, dass er KEINEN Bock mehr hat und stieß sie heftig zur Seite. Karin Ahnemann und mir wurde ganz mulmig bei dem Anblick, aber wir durften uns nichts anmerken lassen! Sofort fiel Akeesha in heftiges Bellen und wollte sich auch nicht mehr beruhigen lassen. Dieser törichte Bock hatte es doch tatsächlich gewagt sie in Frage zu stellen! Um ihr zum Abschluss noch ein Erfolgserlebnis zuzusichern, trieben wir die Schafe wieder wie zuvor aus dem Netz. Diesmal ließen wir sie nach ihren Regeln gewähren und wollten lediglich sicherstellen, dass dieses Erlebnis ihrer Liebe zu den Schafen keinen Abbruch getan hat. Hat es auch nicht – nur war sie außer sich und tat dies die ganze Zeit mit dem Bellen kund. In dieser Situation konnte man nicht mehr erwarten, dass sie Neues erlernen würde. Mit dem Erfolg des Wegtreibens verließen wir die Wiese. Als wir die Schafe „sortierten“ liefen alle anwesenden Border Collies zusammen mit Akeesha auf einem Stück Wiese vor dem Schafpferch. Die Schafe wurden von allen nicht aus den Augen gelassen und man sah ihnen an, dass sie nun gerne mitten im Geschehen wären und nicht hinter diesen Zaun. Nun gab es überhaupt keinen Zweifel mehr, dass Akeesha durch den Zusammenstoß mit dem Bock in ihrer Hüteleidenschaft gebremst geworden wäre.

Damit ist der Hütevirus aber noch lange nicht geheilt – zusammen mit unserer Freundin Gudrun werden wir 2007 eine „Schaf-WG“ gründen um regelmäßiger üben zu können. Es freut uns sehr, dass wir dabei auch weiterhin in sämtlichen Trainingsfragen mit der Hilfe unserer neu gewonnenen Hüte-Freunde rechnen können, denn Akeesha, der Collie ohne Border davor wurde mit offenen Armen in die Gemeinschaft der hütenden Border Collies aufgenommen. DANKE, Kai – dass Du uns die Tore in die Hütewelt geöffnet hast!

 

 Home

 

©: Webmaster 2009